Volleyball - Berlin zurück auf dem Pokalthron -

Nach vier Jahren Wartezeit stehen sie wieder ganz oben: Die BERLIN RECYCLING Volleys haben zum fünften Mal in ihrer Vereinsgeschichte den DVV-Pokal gewonnen. Im Finale setzten sie sich vor 10.689 Zuschauern in drei Sätzen mit 3:0 (25-12, 25-18, 25-22) gegen die SWD Powervolleys Düren durch. Für Berlin ist es bereits der zweite DVV-Pokalsieg in der SAP Arena in Mannheim, während Düren weiterhin auf den ersten Titel der Vereinsgeschichte warten muss.  

Endlich wieder DVV-Pokalsieger - die BR Volleys lassen sich in der Mannheimer SAP Arena feiern. (Foto: Sebastian Wells)

„Wussten, dass wir bereit sind“

Mit dem Nimbus der Unbesiegbarkeit, in der Liga und Pokal ist Berlin in dieser Saison noch ungeschlagen, reisten die BR Volleys in die SAP Arena nach Mannheim – und wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. „Es war ein sehr gutes Match von uns. Wir wussten, dass wir bereit sind, aber wir waren auch gewarnt, weil Düren in einem Spiel immer gewinnen kann. Wir konnten von Beginn an Druck ausüben, hatten aber auch eine gute Annahme. Das sind alles Voraussetzungen, die uns über Sergey ein sehr gutes Spiel haben aufziehen lassen“, bewertete BR-Volleys Coach Cedric Enard die Leistung seiner Mannschaft.

Block-Party im ersten Satz

Diese ließ Düren im ersten Satz keine Chance. Über eine starke Annahme (62%) hatte BR-Zuspieler Sergey Grankin leichtes Spiel und verteilte die Bälle nach Belieben. Gleich sechs Spieler trugen sich in die Scorer-Liste ein und stellten die Weichen früh auf Sieg (8-4, 16-7). Während bei Berlin insgesamt 62% der Angriffe in Punkte umgewandelt werden konnte, gelang den Powervolleys nahezu nichts (19%). Auch im Block langten die Hauptstädter viermal zu und tüteten Satz eins locker mit 25-12 ein.

 

Kurz Hoffnungsschimmer im Keim erstickt

Eine ausgeglichene Anfangsphase im zweiten Durchgang (6-6) ließ die Dürener Fans zunächst hoffen. Doch das gegenwärtige Formtief, das ihnen schon die Pokal-Generalprobe am vergangenen Liga-Spieltag verhagelte (2:3 vs. Rottenburg), schlug schnell wieder zu. Immer wieder wackelten sie in der Annahme und blieben durch schlechte Angriffspositionen an der starken Block-Abwehr-Arbeit der Berliner hängen. Auf der anderen Seite war der aktuelle deutsche Meister im Angriff einfach nicht zu stoppen. Bis zum Ende der Partie schraubten sie ihre Angriffsquote auf überragende 71% nach oben und machten Düren, bei dem Sebastián Gevert die meisten Punkte erzielte (12), das Leben schwer.

„Die Qualität, die Berlin hat, ist natürlich bekannt. Wir haben nach einer nervösen Anfangsphase immer gehofft, dass wir den Rhythmus noch finden, aber wir haben leider sehr lange gebraucht, um uns einmal zu wehren. Insgesamt war es auch zu wenig Druck im Aufschlag und hat das Selbstbewusstsein der Berliner immer größer werden lassen“, sagte Dürens-Trainer Stefan Falter im Anschluss. Mit dem großen Selbstbewusstsein im Gepäck drehte Berlin im dritten Satz gar einen 14-16 Rückstand. Gepusht von Benjamin Patch, der am Ende mit 13 Zählern Top-Scorer des Finals wurde und eine starke Angriffsquote von 65% hatte. Letztendlich beendete ein Dürener Fehlaufschlag das Match und ließ auf Berliner Seite die Sektkorken knallen.

„Kennen uns hier aus“

„Wir haben wirklich ein super Spiel gemacht. Düren hatte, vor allem in den ersten zwei Sätzen, große Probleme im Aufschlag und der Annahme, was es uns deutlich einfacher gemacht hat. Natürlich hat uns auch der Start in die Karten gespielt. Nach der Siegerehrung werden wir noch in Mannheim feiern gehen. Geplant haben wir nichts, aber wir kennen uns hier auch ein bisschen aus“, sagte BR-Volleys Kapitän und Nationalspieler Moritz Reichert mit einem Schmunzeln im Gesicht und verabschiedete sich in die Kabine, in der bereits der erste Teil der großen Pokalfeier im Gange war.

 


Trainingslager Belek beendet - mit Erfolg für den 1. FC Düren

Der zweite und letzte Test im Trainingslager im türkischen Belek endete mit einem 2:1-Erfolg für den 1. FC Düren. Gegner war kein geringerer als der Tabellenzweite der Regionalliga Bayern – der 1. FC Schweinfurt 05.

Doch Düren zeigte keinen Respekt, setzte die Unterfranken gleich von Beginn an unter Druck. Schweinfurts Keeper Jan Reichert versuchte, den Ball wegzuschlagen, doch Philipp Simon blockte. Der Zehner legte noch für Daniel Bleja ab, der den Ball im leeren Tor unterbringen konnte (1.).

Mit Unterstützung des starken Windes liefen die Papierstädter weiter an, kamen zu Chancen über Bleja und Simon. Dennoch durfte als nächstes ein Schweinfurter jubeln. Der Ball wurde in den FCD-Strafraum gechippt, Tim Danhof setzte sich gegen Dürens Innenverteidiger Joran Sobiech durch und spitzelte das Spielgerät an FCD-Torwart Marcel Reisgies vorbei in die Maschen (23.).

Schnell fingen sich die Rurstädter wieder, ließen nicht nach – und Marvin Störmann schickte einen Diagonalball in Simons Lauf. Der zog ab, Jumpei Ebisu antizipierte gut und netzte den Abpraller ein (37.).

Im zweiten Durchgang sprachen die Wetterverhältnisse für Schweinfurt, doch Düren presste geschickt und ließ weitere Chancen aus. Auch der FCS hatte Möglichkeiten, doch beide Seiten nutzten keine mehr. Und so belohnten sich die Dürener für eine engagierte Leistung.

Entsprechend glücklich war FCD-Coach Giuseppe Brunetto: „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, die nach einem harten Trainingslager zum Abschluss sehr viel davon umgesetzt hat, was wir uns vorgenommen hatten.“

Quelle: Pressestelle >Kevin Teichmann 

SWD powervolleys Düren: Gut gespielt, bis auf den Aufschlag

Auswärts tun sich die SWD powervolleys Düren in dieser Saison in der Volleyball Bundesliga sehr schwer. Am Samstagabend musste Düren die sechste Niederlage im siebten Auswärtsspiel hinnehmen. Mit 1:3 zog das Team bei den WWK Volleys Herrsching den Kürzeren. Das Ziel, vielleicht bis zum Beginn der Playoffs noch auf Rang fünf vorzurücken, ist damit erst Mal in weite Ferne gerückt. „Wir betreiben großen Aufwand, kämpfen stark und bringen uns dann um unseren Lohn, weil wir uns im Aufschlag nicht an das Konzept halten“, sagte Trainer Stefan Falter nach dem 22:25, 26:24, 21:25, 21:25.

Die Hauptursache für die vierte Niederlage in Folge gegen die Herrschinger war der schwache Aufschlag der SWD powervolleys. Zwar bemühte sich das Team um den von Falter geforderten Druck mit dem Aufschlag. Das gelang aber nur viel zu selten. Mit 26 Aufschlagfehlern gab Düren in diesem Element einen ganzen Satz weg. Dass Düren in Angriff und Block mindestens solide spielte und bessere Zahlen in der Statistik aufweist als der Gegner, fiel da nicht mehr entscheidend ins Gewicht. Bedauerlich, denn gegen die heimstarken Herrschinger konnte Düren kämpferisch mithalten und in jedem Satz Rückstände egalisieren.

Am Ende der Sätze eins, drei und vier waren es aber entweder die Aufschläge der Bayern oder die Aufschlagfehler der Dürener, die den Unterschied machten. „Wir haben gute Aktionen, auf die wir aufbauen könnten. Und dann ist ein Aufschlagfehler unsere nächste Aktion. Das war taktisch einfach nicht clever und schade, weil wir uns selbst den Zahn ziehen“, sagte Falter. In Annahme und Abwehr spielte dabei auch die ungewohnt niedrige Deckenhöhe in Herrsching eine Rolle, bei 26 Aufschlagfehlern aber nicht. Ein Missverhältnis angesichts von drei Assen. Zum Vergleich: die WWK Volleys vergaben 21 Mal, servierten aber elf Asse. Symptomatisch war das Ende, als Herrschings Angreifer Jalen Penrose mit seinem Aufschlag nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen im vierten Satz den Unterschied ausmachte. Dazu war Düren an diesem Abend nicht in der Lage.

1. FC Düren - Transfer von weiteren Spielern -

 

 

 Wechsel in der Winterzeit sind eigentlich eher ungewöhnlich. Der 1. FC Düren hat sich die Dienste von gleich vier Spielern gesichert. Den Kader des Fußball-Mittelrheinligisten haben aber auch drei Akteure verlassen.

Dominik Dick rückte ins zweite Glied, schreitet von nun an im Landesliga-Team des FCD mit gutem Beispiel voran. Dominik Behr schloss sich Mittelrheinliga-Konkurrent Viktoria Arnoldsweiler an. Und Jannis Becker steht aufgrund eines Auslandsaufenthalts in Singapur nicht mehr zur Verfügung.

Neu beim Tabellenzweiten sind dafür Hajdar Shala (zuletzt vereinslos, davor TV Herkenrath), Baris Sarikaya (SV Bergisch Gladbach 09), Chang Kim (Sportfreunde Düren) und Tiziano Lo Iacono, der auf den letzten Drücker noch vom Bonner SC kam.

FCD-Sportdirektor Frank Rombey erklärt: „Wir haben unseren ohnehin schon guten und starken Kader noch einmal qualitativ verstärkt – speziell im Offensivbereich. Die Spieler haben teilweise schon Regionalliga-Erfahrung vorzuweisen oder eine gute Perspektive. Trotz zahlreicher anderer Anfragen haben sie sich für uns entschieden, was uns sehr freut.“

Quelle : Pressestelle Kevin Teichmann 

 

1. FC Düren am Bosporus - Trainingslager

. Die erste Mannschaft des 1. FC Düren ist gut in ihr Trainingslager am Bosporus gestartet. Am Montagabend kam das Team von FCD-Coach Giuseppe Brunetto im Limak Atlantis Deluxe an, der Bleibe für diese Woche. Brunetto lobte die bestens gepflegten Naturrasenplätze, die trotz der Winterzeit genügend Festigkeit aufwiesen: „Wir haben optimale Trainingsbedingungen vorgefunden.“

Und auch die erste Trainingseinheit am Dienstagmorgen verlief gut. „Die Jungs zeigen den Willen, den wir von ihnen in jeder Einheit und in den Spielen sehen wollen“, erklärte Brunetto. Lediglich Stefan Baumgart und Nico Schröteler mussten kürzertreten und individuell trainieren. „Es handelte sich um eine Vorsichtsmaßnahme, da die beiden ein leichtes Ziehen am Oberschenkel bzw. an der Leiste spürten“, so der Trainer.

Der 1. FC Düren ist natürlich nicht der einzige Fußballverein, der sich derzeit in Belek aufhält. Zwei Testspiele sind dadurch kurzfristig möglich. Am Mittwoch spielt das Brunetto-Team gegen den österreichischen Landesligisten SC Retz, der die Tabelle der vierten Liga anführt. Zudem misst sich Düren am Samstag mit dem Zweitplatzierten der Regionalliga Bayern, dem 1. FC Schweinfurt 05.

 Quelle : Pressestelle Kevin Teichmann

„Running for Kids“ startet mit 17 Spenden und 28.841 Euro in das Jahr 2020

 

Weil Peter Borsdorff, Initiator der Aktion „Running for Kids“,  gleich zu Beginn des neuen Jahres viel  für Kinder in der Region unterwegs war konnte er mit siebzehn Spenden helfen. Wie immer schon seit 1995 überbrachte er jede Spende persönlich.

Eine 5-köpfige Familie in der Eifel durfte sich über 4000 Euro freuen. Hier werden Ferientage an der See helfen für Entspannung und Erholung zu sorgen.

Jeweils 3000 Euro hatte der Sportler für fünf Familien mit ihren Kindern  in Merzenich, Hückelhoven, Jülich, Niederzier und Stolberg zusammen getragen.

Damit die Grundschule in Eschweiler über Feld im Sommer das Mitmachzirkus –Projekt realisieren kann konnte „Running for Kids“ 1750 Euro beisteuern.

Über jeweils 1500 Euro haben sich die Gruppe „Alleen mit Pänz“ für eine Pfingstfreizeit sowie das Thomas-Morus-Haus für eine Herbstferienwoche gefreut.

Zur Brauchtumspflege erhielt der Verein „Kindertollitäten in Düren“1125 Euro.

Einem Kind aus Aachen werden Freizeitaktivitäten, zusammen mit der Mutter über ein schwieriges Familienschicksal hinweg helfen. Hier steuerte Peter Borsdorff mit „Running for Kids“ 1000 Euro bei

Über jeweils 750 Euro freuten  sich Kinder in der Kindertagesstätte „Rather Feldmäuse“ in Nörvenich sowie im Jugendzentrum „Driescher Hof“ in Aachen-Forst.

Den „Startschuß“ für den Dürener Kinderkarnevalszug im Jahr 2021 gab der Sportler mit einer 521 Euro – Spende.

Für die hervorragende, Menschen verbindende, respektvolle  Jugendarbeit des Boxring Düren, unter dem ehemaligen Europameister Ernst Müller, überbrachte Borsdorff an einem Trainingsabend 500 Euro.

45 Kinder hatten im Rur-Eifel-Volkslauf-Cup im Jahr 2019 bemerkenswerte Leistungen gezeigt. Diese zu würdigen steuerte der 76 Jährige 225 Euro mit einem „Verzehrgeld“ bei einem Schwimmbadbesuch bei.

Die Kinder der Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß Pier freuen sich über 220 Euro. Borsdorff vertritt die Ansicht, dass Tradition und Brauchtum nur über die Kinder gesichert werden kann.

Mit seinen nächsten Vorhaben wird Peter Borsdorff  in den nächsten Wochen u.a. Kindergärten in der Region für Aktivitäten finanziell unterstützen. Nur zu gut weiß der Dürener, dass Ausflüge, Clowns-, Zauberer- oder Theateraufführungen nur mit Spenden zu realisieren sind.  

SWD powervolleys Düren: In Innsbruck Boden gutmachen

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Für die SWD powervolleys Düren geht es in der Bundesliga steil bergauf. Topologisch in jedem Fall: Am Sonntag tritt das Team in den Alpen an, die Reise geht nach Innsbruck, wo es ab 18 Uhr in der Olympiahalle gegen die Hypo Tirol Alpenvolleys geht. „Für uns ist das eine Chance, mit einem Sieg Boden gut zu machen. Die Alpenvolleys sind ein starkes Team, nicht viele Mannschaften werden noch gegen sie gewinnen“, spricht Trainer Stefan Falter von der Gelegenheit, wichtige Punkte einzusammeln.

Düren braucht Punkte, um sich vom aktuell siebten Platz vielleicht noch nach oben zu entwickeln in der Tabelle. Die Hürde ist hoch. „Die Alpenvolleys stehen nicht zufällig da oben. Sie pflegen eine Spielweise, sie sehr auf ihre starke Physis ausgelegt ist“, hat Falter beobachtet. Soll heißen: Vor allem in Aufschlag und Block haben die Alpenvolleys Spieler, die heftig zulangen können. „Wir müssen versuchen, da mit volleyballerischen Mitteln gegenzuhalten: mit guter Technik und Taktik.“ Das Problem: Auch darauf versteht sich die deutsch-österreichische Kombination. Die Herausforderung für Düren ist also hoch.

Aber nicht unmöglich, schließlich konnten die SWD powervolleys das Hinspiel in der Arena Kreis Düren mit 3:1 für sich entscheiden. Bis auf den langzeitverletzten Niklas Seppänen und Abwehrchef Blair Bann treten alle Spiele die lange Reise in die Alpen an. Bann musste aufgrund einer Schleimbeutelentzündung am Ellbogen operiert werden, er wird erneut von Dürens Jüngsten Ivan Batanov vertreten, der auch zuletzt schon überzeugen wusste.
 

Quelle : Pressestelle SWD Powervolleys Düren 

SWD powervolleys Düren: Die Grizzlys niedergekämpft

Der vierte Heimsieg in Folge ist eingefahren: Nach hartem Kampf ringen die SWD powervolleys Düren die Helios Grizzlys Giesen mit 3:1 nieder. 23:25, 26:25, 25:22, 25:18 lauten die Satzergebnisse in der Arena Kreis Düren. In der Volleyball Bundesliga belegt Düren damit weiterhin Platz sieben. „Wir haben sehr viel im Training an unserer Block- und Feldabwehr gearbeitet. Und dafür haben wir uns belohnt“, fasste Kapitän Michael Andrei das 3:1 zusammen. „Wir haben heute sicher nicht in jeder Phase einen Schönheitspreis gewonnen. Aber am Ende drei Punkte. Alleine das zählt“, sagte Andrei.

Vor allem das Ende von Satz eins war problematisch: Düren führte 20:17, verlor am Ende aber vier Punkte in Folge, weil die Aufschläge der Grizzlys für Probleme sorgten. „Da haben wir zu spät drauf reagiert. Das war sicherlich frustrierend. Aber wir sind ruhig geblieben“, beschrieb Andrei die Einstellung nach dem plötzlichen Satzverlust. Nerven waren vor allem am Ende von Satz zwei gefragt, als Düren erneut drei Punkte Vorsprung aus der Hand gab und die kämpferischen Grizzlys mit einem Block das 24:24 bejubelten. Kurze Zeit später hieß es trotzdem 1:1 nach Sätzen, weil die Gäste keine Antwort auf Björn Andraes Aufschlag hatten.

Es blieb eine enge Angelegenheit, weil Giesen auch in Satz drei mit guten Aufschlägen und guter Abwehr erfolgreich war. Aber auch die SWD powervolleys waren wach in der Abwehr und ermöglichten Routinier Andrae die Chance zum Gegenangriff, die er zum vorentscheidenden 23:20 nutzte. In der Folge ließ der Widerstand der Gäste nach, die Fehlerquote nahm zu. Zum 12:9 im vierten Satz stopfte Spielmacher Tomas Kocian den Ball in das gegnerische Feld, das 15:10 war erneut ein erfolgreicher Andrae-Gegenangriff, den der starke Libero Ivan Batanov mit seiner Abwehr vorbereitet hatte. Hauptangreifer Philipp Schumann, am Ende zurecht zum wertvollsten Spieler gewählt, legte einen Block zum 20:13 und ein Ass zum 24:16 nach – das Spiel war entschieden.


SWD powervolleys Düren: Episches Duell gewonnen

Mittwochabend, gegen 21.45 Uhr: Hätte Blair Bann verhindern wollen, dass er so breit grinst wie in diesem Moment – es wäre wohl eine Überbeanspruchung seiner Gesichtsmuskulatur gewesen. „Ich laufe gerade über Wolken“, sagte der Abwehrchef des Volleyball-Bundesligisten SWD powervolleys Düren nach 3:2-Heimsieg über die United Volleys Frankfurt. 23:25, 20:25, 26:24, 25:21, 15:13 lauteten die Satzergebnisse nach einer großen Abwehrschlacht.

Dabei hatte Bann gar nicht gespielt, sondern wurde geschont, weil er erst einen Tag zuvor aus Kanada zurückgekehrt war. Da hatte er es zum zweiten Mal nach 2016 geschafft, sich mit seiner Nationalmannschaft für die Olympischen Spiele zu qualifizieren. Das entscheidende der insgesamt drei Spiele war der 3:2-Sieg über Kuba, nach einem 0:2-Rückstand. Trotz dieses gerade erlebten Karrierehöhepunkts für Bann und obwohl er gegen Frankfurt keine Sekunde auf dem Spielfeld gestanden hatte, wirkten auch die Geschehnisse vom Mittwochabend auf ihn ein. „Eine unfassbare Team-Leistung“, attestierte er seinen Mitspielern, die gerade eine fast sichere 0:3-Niederlage verhindert und einen 0:2-Rückstand noch gedreht hatten. „Lukas Maase und Tobias Brand haben das Spiel für uns komplett gedreht“, sagte Bann.

Die beiden 21-Jährigen hatten maximalen Einfluss darauf, dass am Ende Düren jubelte. In den ersten beiden Sätzen waren sich beide Teams auf Augenhöhe begegnet, lieferten sich auf gutem Niveau ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit wechselnden Führungen bis zur Ziellinie. Ein Ball machte den Unterschied. Den hämmerte United-Mittelblocker Jean-Philippe Sol beim 24:23 für sein Team ins Dürener Feld. Bis auf die ersten fünf Punkte waren Düren und Frankfurt auch in Satz zwei auf Augenhöhe. Ungünstig für Düren war, dass Frankfurts japanischer Superstar Masahiro Yanagida die ersten fünf Ballwechsel direkt oder indirekt mit seinem Aufschlag für die United Volleys entscheiden konnte. Der Fünf-Punkte-Rückstand hatte bis zum Schluss Bestand.

Es folgte Satz drei, einer der ungewöhnlichsten Durchgänge in der Dürener Volleyball-Geschichte. Die SWD powervolleys lagen schon 3:7 hinten, Yanagida hatte wieder Schaden angerichtet. Düren glich aber schnell aus, weil der spätere MVP Egor Bogachev mit dem Aufschlag konterte, Frankfurt im Angriff verzog und der eingewechselte Tobias Brand im Gegenangriff erfolgreich war. Bis zum 21:20 für Düren ging es Kopf an Kopf weiter. Es folgten drei Punkte für Frankfurt in Folge, wieder war Yanagida am Aufschlag. Philipp Schumann, wie Brand und Maase eingewechselt, bewies starke Nerven, schlug stark auf und sorgte dafür, dass Düren beim 24:24 gleichzog, statt Frankfurt zum Sieg gratulieren zu müssen.

22 Punkte sollten anschließend noch ausgespielt werden, darin enthalten ein Monsterblock von Maase gegen Frankfurts Nationalspieler Tobias Krick und eine Dürener Annahme um Libero Ivan Batanov, die in der Folge auch gegen Yanagidas Kanonen-Aufschläge immer mehr Sicherheit gewann. „Ich war an Anfang schon sehr nervös“, sagte Batanov nach seinem ersten Spiel für die SWD powervolleys von Anfang an. „Aber wir haben uns da Stück für Stück reingearbeitet.“ Dürens starke Abwehr verursachte einen Frankfurter Fehler zum 32:21. Der nächste Fehler der Gäste bedeutete den von 1800 Zuschauern frenetisch gefeierten Gewinn des dritten Satzes mit 36:34.

Satz vier wurde nach dem 18:18 entschieden. Bogachev machte viel Druck mit dem Aufschlag, die ohnehin personell stark angeschlagene Frankfurter Annahme wankte, Düren profitierte mit einem Blockpunkt und zwei erfolgen Gegenangriffen von Tobias Brand, die die entscheidende 22:18-Führung brachte.

Im Tiebreak geriet Düren zunächst schnell ins Hintertreffen. Zwei Blockpunkte und ein Aufschlag, der nach einem Netzroller ins Feld der SWD powervolleys tropfte, brachten Frankfurt die 8:5-Führung. Anschließend punktete Düren fünf Mal in Folge, vier mal vorbereitet von gezielten und druckvollen Aufschlägen von Spielmacher Tomas Kocian. In drei Fällen verwandelte Brand den Gegenangriff, Düren führte 10:8. Zum 12:10 musste Blocker Lukas Maase notgedrungen und ausnahmsweise als Zuspieler ran. Es gelang ihm, den Frankfurter Block komplett zu verladen, Bogchev hämmerte den Freischuss ins Feld. „Danach hat mir sogar Frankfurts Mittelblocker für dieses Zuspiel gratuliert“, berichtete Maase. Die SWD powervolleys brachten den knappen Vorsprung ins Ziel, den letzten Punkt verwandelte Egor Bogachev.

Dieser Sieg hilft uns enorm weiter. Lukas Maase, Philipp Schumann und Tobias Brand sind in die Partie gekommen und haben uns sehr viel Schub verliehen. Es ist für das gesamte Team gut, zu sehen, dass unsere jungen Spieler auf das Feld kommen und ein solch schweres Spiel für uns drehen können“, sagte Trainer Stefan Falter am Ende eines großen Volleyball-Abends.


Zurückziehung Schwarz-Weiß Düren

 

Der Verein Schwarz-Weiß Düren hat seine 1. Mannschaft vom Spielbetrieb der Herren-Landesliga-Staffel 2 zurückgezogen und steht damit als erster Absteiger dieser Staffel fest. Die von Schwarz-Weiß Düren bis jetzt ausgetragenen Spiele werden gemäß § 52 (3) SpO/WDFV nicht gewertet.