SWD powervolleys Düren: Episches Duell gewonnen

Mittwochabend, gegen 21.45 Uhr: Hätte Blair Bann verhindern wollen, dass er so breit grinst wie in diesem Moment – es wäre wohl eine Überbeanspruchung seiner Gesichtsmuskulatur gewesen. „Ich laufe gerade über Wolken“, sagte der Abwehrchef des Volleyball-Bundesligisten SWD powervolleys Düren nach 3:2-Heimsieg über die United Volleys Frankfurt. 23:25, 20:25, 26:24, 25:21, 15:13 lauteten die Satzergebnisse nach einer großen Abwehrschlacht.

Dabei hatte Bann gar nicht gespielt, sondern wurde geschont, weil er erst einen Tag zuvor aus Kanada zurückgekehrt war. Da hatte er es zum zweiten Mal nach 2016 geschafft, sich mit seiner Nationalmannschaft für die Olympischen Spiele zu qualifizieren. Das entscheidende der insgesamt drei Spiele war der 3:2-Sieg über Kuba, nach einem 0:2-Rückstand. Trotz dieses gerade erlebten Karrierehöhepunkts für Bann und obwohl er gegen Frankfurt keine Sekunde auf dem Spielfeld gestanden hatte, wirkten auch die Geschehnisse vom Mittwochabend auf ihn ein. „Eine unfassbare Team-Leistung“, attestierte er seinen Mitspielern, die gerade eine fast sichere 0:3-Niederlage verhindert und einen 0:2-Rückstand noch gedreht hatten. „Lukas Maase und Tobias Brand haben das Spiel für uns komplett gedreht“, sagte Bann.

Die beiden 21-Jährigen hatten maximalen Einfluss darauf, dass am Ende Düren jubelte. In den ersten beiden Sätzen waren sich beide Teams auf Augenhöhe begegnet, lieferten sich auf gutem Niveau ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit wechselnden Führungen bis zur Ziellinie. Ein Ball machte den Unterschied. Den hämmerte United-Mittelblocker Jean-Philippe Sol beim 24:23 für sein Team ins Dürener Feld. Bis auf die ersten fünf Punkte waren Düren und Frankfurt auch in Satz zwei auf Augenhöhe. Ungünstig für Düren war, dass Frankfurts japanischer Superstar Masahiro Yanagida die ersten fünf Ballwechsel direkt oder indirekt mit seinem Aufschlag für die United Volleys entscheiden konnte. Der Fünf-Punkte-Rückstand hatte bis zum Schluss Bestand.

Es folgte Satz drei, einer der ungewöhnlichsten Durchgänge in der Dürener Volleyball-Geschichte. Die SWD powervolleys lagen schon 3:7 hinten, Yanagida hatte wieder Schaden angerichtet. Düren glich aber schnell aus, weil der spätere MVP Egor Bogachev mit dem Aufschlag konterte, Frankfurt im Angriff verzog und der eingewechselte Tobias Brand im Gegenangriff erfolgreich war. Bis zum 21:20 für Düren ging es Kopf an Kopf weiter. Es folgten drei Punkte für Frankfurt in Folge, wieder war Yanagida am Aufschlag. Philipp Schumann, wie Brand und Maase eingewechselt, bewies starke Nerven, schlug stark auf und sorgte dafür, dass Düren beim 24:24 gleichzog, statt Frankfurt zum Sieg gratulieren zu müssen.

22 Punkte sollten anschließend noch ausgespielt werden, darin enthalten ein Monsterblock von Maase gegen Frankfurts Nationalspieler Tobias Krick und eine Dürener Annahme um Libero Ivan Batanov, die in der Folge auch gegen Yanagidas Kanonen-Aufschläge immer mehr Sicherheit gewann. „Ich war an Anfang schon sehr nervös“, sagte Batanov nach seinem ersten Spiel für die SWD powervolleys von Anfang an. „Aber wir haben uns da Stück für Stück reingearbeitet.“ Dürens starke Abwehr verursachte einen Frankfurter Fehler zum 32:21. Der nächste Fehler der Gäste bedeutete den von 1800 Zuschauern frenetisch gefeierten Gewinn des dritten Satzes mit 36:34.

Satz vier wurde nach dem 18:18 entschieden. Bogachev machte viel Druck mit dem Aufschlag, die ohnehin personell stark angeschlagene Frankfurter Annahme wankte, Düren profitierte mit einem Blockpunkt und zwei erfolgen Gegenangriffen von Tobias Brand, die die entscheidende 22:18-Führung brachte.

Im Tiebreak geriet Düren zunächst schnell ins Hintertreffen. Zwei Blockpunkte und ein Aufschlag, der nach einem Netzroller ins Feld der SWD powervolleys tropfte, brachten Frankfurt die 8:5-Führung. Anschließend punktete Düren fünf Mal in Folge, vier mal vorbereitet von gezielten und druckvollen Aufschlägen von Spielmacher Tomas Kocian. In drei Fällen verwandelte Brand den Gegenangriff, Düren führte 10:8. Zum 12:10 musste Blocker Lukas Maase notgedrungen und ausnahmsweise als Zuspieler ran. Es gelang ihm, den Frankfurter Block komplett zu verladen, Bogchev hämmerte den Freischuss ins Feld. „Danach hat mir sogar Frankfurts Mittelblocker für dieses Zuspiel gratuliert“, berichtete Maase. Die SWD powervolleys brachten den knappen Vorsprung ins Ziel, den letzten Punkt verwandelte Egor Bogachev.

Dieser Sieg hilft uns enorm weiter. Lukas Maase, Philipp Schumann und Tobias Brand sind in die Partie gekommen und haben uns sehr viel Schub verliehen. Es ist für das gesamte Team gut, zu sehen, dass unsere jungen Spieler auf das Feld kommen und ein solch schweres Spiel für uns drehen können“, sagte Trainer Stefan Falter am Ende eines großen Volleyball-Abends.


Zurückziehung Schwarz-Weiß Düren

 

Der Verein Schwarz-Weiß Düren hat seine 1. Mannschaft vom Spielbetrieb der Herren-Landesliga-Staffel 2 zurückgezogen und steht damit als erster Absteiger dieser Staffel fest. Die von Schwarz-Weiß Düren bis jetzt ausgetragenen Spiele werden gemäß § 52 (3) SpO/WDFV nicht gewertet.

SWD powervolleys Düren: Standortbestimmung gegen Frankfurt

Die SWD powervolleys Düren starten mit einem richtungsweisenden Spiel in das Jahr 2020. Am Mittwoch um 19 Uhr empfangen sie die United Volleys Frankfurt in der Arena Kreis Düren. Nach einer durchwachsenen Hinrunde rangiert Düren auf Platz sieben. Die United Volleys sind einen Sieg – also drei Punkte – weiter vorne und belegen Rang vier. Mit anderen Worten: Düren kämpft darum, den Anschluss an die obere Tabellenhälfte zu halten. Die Mannschaft von Trainer Stefan Falter will nahtlos an die überzeugende Leistung im letzten Spiel anknüpfen, dem überzeugenden 3:0 gegen den VfB Friedrichshafen.

Die SWD powervolleys kämpfen aber auch weiterhin mit Personalproblemen: An die Rückkehr von Angreifer Niklas Seppänen nach einem Fußbruch dürfte mittelfristig nicht zu denken sein. Kapitän und Mittelblocker Michael Andrei hat seinen Bänderriss überwunden, trainiert bereits in reduziertem Umfang, ist aber noch weit von seinem Leistungsvermögen entfernt. Zu allem Überfluss haben bzw hatten auch die anderen beiden Mittelblocker Lukas Maase und Tim Broshog Probleme. Broshog fiel zuletzt krankheitsbedingt aus, Maase musste wegen Rückenproblemen pausieren. Mitunter hatte Chefcoach Stefan Falter im Training keinen Mittelblocker zur Verfügung.

Und keinen Abwehrchef Blair Bann. Der wird pünktlich zum Spiel am Mittwoch zurückerwartet in Düren. Im Gepäck hat er die Fahrkarte zu den Olympischen Spielen in Tokio. Bann und die Kanadier haben sich am Sonntag mit dem dritten Sieg im dritten Qualifikationsspiel zum zweiten Mal in Folge den Traum von den Olympischen Spielen erfüllt. Bann läuft gegen Frankfurt auf, wird aber noch geschont. Erstmals dürfte der 19-jährige Ivan Batanov als Libero gesetzt sein. „Da habe ich überhaupt keine Probleme mit. Ivan hat zuletzt überzeugt“, sagt Falter.

Zuletzt, das war in den Testspielen gegen die belgischen Spitzenteams aus Maaseik und Aalst. Das erste gewannen die SWD powervolleys 3:1, im zweiten hieß es 2:2. „Die Stimmung und die Moral in der Mannschaft sind wirklich gut“, blickt Falter trotz der Personalprobleme auf zwei Trainingswochen mit vielen guten Eindrücken zurück

Gegen die United Volleys muss Düren sein oberstes Niveau abrufen. Vor allem der Aufschlag muss passen. „Wir müssen direkt von Anfang an dafür sorgen, dass der Druck hoch ist“, erklärt der Trainer. Das könnte dabei helfen, dem Gegner das Leben schwerzumachen. Frankfurt ist stark besetzt, unter anderem mit Spielern, die die Olympia-Qualifikation für ihre Länder gespielt und - wie das deutsche Team leider auch – nicht geschafft haben. Die SWD powervolleys wollen konsequent dafür sorgen, dass bei dem hochklassig besetzten Gegner erst gar keine Spielfreude aufkommt. „Das wird uns alles abverlangen. Unser Fokus liegt darauf, unsere beste Leistung abzurufen. Wofür das reicht gegen einen auf jeder Position stark besetzten Gegner, das bleibt abzuwarten“, sagte Stefan Falter mit Blick auf Mittwochabend.

Quelle:  Pressestelle SWD Powervolleys Düren

Running for Kids, die private Hilfsaktion im Jahr 2019, 25-jähriges Jubiläum am 14. Januar 2020

Seinen letzten Marathonwettkampf (42,2 KM)  mit der zeitlichen  Zielsetzung unter 3 Stunden zu laufen, absolvierte Peter Borsdorff im Alter von 49 Jahren. Den letzten Marathon insgesamt nahm der Dürener zusammen mit seiner Frau Doris 1994 in New York unter die Laufschuhe.


Seit Anfang 1995 geht es für den Sportler des Dürener Turnvereins nicht mehr um „Zeiten“.
Seit dem setzt sich der 76-Jährige für Kinder in der Region ein. Er bittet bei seinen Läufen und weiteren Unternehmungen um Spendengeld für Kinder. Kinder die krank, behindert, oft auch arm sein können.

Seinerzeit, beim Start der Initiative nahm Borsdorff sich vor, jede Spende persönlich zu überbringen.

Dies war auch im Jahr 2019 so. Borsdorff übergab insgesamt 256 Spenden in 58 Orten.

Wer durfte sich über Spenden und Besuche freuen? Viele Kinder, Familien, Kindergärten, Schulen, Jugendheime, Sportgruppen, Initiativen, Kinder im Brauchtum sowie immer wieder auch das Jugendamt seiner Heimatstadt Düren.

Fördern und unterstützen  konnte „der Läufer mit der Sammelbüchse“ u.a. die unterschiedlichsten Hilfeleistungen, Ferienmaßnahmen, Aktionen, Anschaffungen, Therapien, Betreuungen, Essenzuschüsse, Fahrgelder, eilige Notfälle u.v.m.

Niemals „Rekorde“ anstrebend konnte der Initiator der Aktion „Running for Kids“ im abgelaufenen Jahr eine Spendensumme von 328.275,82 Euro zusammentragen und persönlich übergeben.  

Auch im vergangenen Jahr  wurde der ehemalige Ausdauersportler großartig unterstützt. Sportler und ihre Fans der unterschiedlichsten Sportarten, Karnevalisten, Kommunionskinder, Schulen, Musiker, Initiativen in Orten, Unternehmen, bei Jubiläen, bei Geburtstagen, nach Sterbefällen, Menschen nach Erkrankungen  u.v.m. halfen dem Dürener  bei seinen vielen  Vorhaben, Kindern  Hilfe, Unterstützung, Freude, Zuversicht u. Kraft  zu bereiten.

Mangels  Zeitmangel konnte Borsdorff mit seinem „Laufhobby“ selbst  nur noch  knapp 750 Kilometer „laufend“ zurücklegen. Nur noch zur Teilnahme an wenigen Wettkämpfen reichte die Zeit.

Im Zusammenhang mit seiner Spendensammelaktion legt der Ruheständler fast  11.000 Kilometer mit dem PKW zurück. 

Borsdorffs Aktivitäten erfolgen weiterhin ehrenamtlich.  Startgelder, Fahrtkosten, Bürokosten  usw. fallen für seine Initiative nicht an. Diese Hobbykosten trägt Borsdorff selbst.

Zwischenzeitlich  stehen 148 selbstgebastelte Sammelbüchsen, alle mit einem getragenen Kinderschuh darauf ausgestattet, in vielen Geschäften und Unternehmen der Region.

Immer wieder gibt es für Borsdorff besonders „bewegende“ Hilfsaktionen und Begegnungen.

So etwa mit der 6-köpfigen Familie, die in der Silvesternacht 2018/19  durch einen Brand ihr Haus verlor. Schnell konnte „Running for Kids“ unter Rückgriff auf den „Doris-Borsdorff-Fonds“ 10.000 Euro als „erste Hilfe“ bereitstellen.

11.111 Euro hatte der Dürener nach dem plötzlichen Tod des Vaters zur ersten Notlinderung für ein Kleinkind sammeln können.

Eine auf den Rollstuhl angewiesene junge Frau  konnte mit einem anklemmbaren Antriebsgerät für die Aufnahme ihres Studiums mobil gemacht werden. 5200 Euro hatte Borsdorff gesammelt.

Der Brand in einem Kinderzimmer macht kurzfristig die Anschaffung von neuen Betten, Bettzeug usw. notwendig.  Mit 1.000 Euro war „Running for Kids“ dabei.

In der Vorweihnachtszeit durften sich 125 Kinder über insgesamt 7.460 Euro zur Erfüllung von Weihnachtswünschen freuen.

In einigen Fällen halfen 50-250 Euro als Fahrgeldzuschüsse  um kranke Kinder  in einer auswärtigen Klinik besuchen zu können.

Beim Peter & Paul-Benefizlauf konnten noch am Veranstaltungstag 38.000 Euro an Kinder und Einrichtungen überreicht werden.

Aber auch mit weitaus kleineren Beträgen, etwa 50 Euro für eine Therapiemaßnahme oder 49 Euro für die Kostenübernahme an einem Schwimmkurs war Kindern zu helfen.

 

Am Dienstag, dem 14. Januar 2020 startet Borsdorff mit seiner „Running for Kids“-Initiative, dem „schönsten Hobby der Welt“, wie er immer betont, in das sechsundzwanzigste  Jahr.

Die mit der Sammelbüchse in 25 Jahren „erlaufene“ Spendensumme beläuft sich aktuell auf 2.473.880  Euro.

Der Dürener Sportler wird weiterhin, um Spenden bittend,  für Kinder und junge Menschen unterwegs sein.

Ein Höhepunkt im Jahr 2020  wird der 22. Peter & Paul-Benefizlauf, am Freitag, dem 26. Juni im Stadion des Dürener Turnverein sein.

 

Dezember 2019 - 34.160 Euro Spendengeld "Running for Kids"

Auch im letzten Monat des Jahres war Peter Borsdorff, Langstreckenläufer seit 39 Jahren und Initiator der ehrenamtlichen, privaten Aktion „Running for Kids“, wieder für Kinder in der Region unterwegs gewesen. Wie immer schon überbrachte er die Spenden persönlich.

Mit der „Adventskalenderaktion“ suchte er die Briefkästen von 120 Kindern auf. Insgesamt 7.460 Euro steckte er dabei für ein Weihnachtsgeschenk zu.

Mit 5.200 Euro konnte Borsdorff ein auf den Rollstuhl angewiesene junge Dame für ihr Studium mobil machen. Ein Antriebsgerät konnte nach verschiedenen  Tests angeschafft werden.

Damit beim Kinderkarnevalszug 2020 in Düren viele Kinder beim Kinderkarnevalszug im Januar teilnehmen können stellte „Running for Kids“ 3.600 Euro bereit.

Dem Jugendamt der Stadt Düren konnten für die „Vormünder“ sowie für die Aktion „Gegen Kinderarmut in Düren“ jeweils 3.500 Euro zur Verfügung gestellt werden.

Für die Aktion „Dürener Ranzen“ des „Freiwilligen Zentrums e.V.“ hatte Borsdorff bei seinen Einsätzen in den letzten Monaten 2.150 Euro gesammelt.

Einer sechsköpfigen Familie konnte mit 1.500 Euro aus einer großen Notlage geholfen werden.

Nach einem Zimmerbrand konnte Peter Borsdorff mit der Bereitstellung von 1.000 Euro

„erste Hilfe“ leisten. Auf verschiedene Aktivitäten können sich die Kinder in der Kindertagesstätte „St. Martin“ in Jülich-Stetternich freuen. Bei seinem Besuch konnte er den Förderverein und die Kita-Leitung mit 1.000 Euro überraschen.

Jeweils 750 Euro stellte „Running for Kids“ für Kinder im „Papst-Johannes-Haus“, den Kindern im Satellitenviertel über den Bürgerverein, der Interessengemeinschaft Miesheimer Weg e.V., der Mobilen Jugendarbeit Düren Süd-Ost sowie der integrativen Kindertagesstätte Fatima in Hürtgenwald-Vossenack zu Verfügung.

Über jeweils 500 Euro konnten sich ein an einem Tumorleiden erkranktes Kind sowie ein Heranwachsender für notwendige Maßnahmen freuen.

Mit jeweils 250 Euro konnte „Running for Kids“ einem Geschwisterpaar und einem weiteren Kind  in der Vorweihnachtszeit Freude bereiten.

 Quelle :  Pressestelle Peter Borsdorff

SWD powervolleys Düren: Hammer-Sieg zum Jahresabschluss


Das war restlos überzeugend: In der Volleyball Bundesliga schlagen die SWD powervolleys Düren im letzten Spiel des Jahres den VfB Friedrichshafen mit 3:0. 25:20, 25:12, 25:22 lauteten die Satzergebnisse vor 2000 begeisterten Zuschauern in der Arena Kreis Düren. „Ich würde sagen, dass das unser bestes Spiel in dieser Saison war“, sagte Dürens Angreifer Tobias Brand. Während er das kundtat, lächelte er von einem Ohr zum anderen. Denn Brand war im mutmaßlich besten Dürener Spiel der beste Spieler, da er zum MVP gewählt wurde. „Er hat richtig viel Verantwortung übernommen“, sagte der verletzte Kapitän Michael Andrei über den 21-Jährigen. Und er bestätigte die starke Dürener Leistung.

Normalerweise sei der VfB eine lautstarke Mannschaft, die viel kämpft und Gas gibt. „Wir haben sie komplett kalt gestellt“, berichtete Andrei seine Sichtweise. „Aufschlag stark, Block stark und in der Annahme sicher – das heute viel gepasst.“ Das erkannte auch Friedrichshafens Co-Trainer Patrick Steuerwald an. „Wir haben es nicht geschafft, mit der notwendigen Aggressivität zu spielen, die du haben musst, um in Düren zu gewinnen.“

Der Start in die Partie war lange ausgeglichen, zur zweiten technischen Auszeit waren Düren und Friedrichshafen auf Augenhöhe. Dann packte Tim Broshog im Block zu und servierte anschließend derart, dass der VfB den Ball nicht aufbauen konnte. Es folgte ein Blockpunkt von Sebastian Gevert und Düren führte 19:15. Gevert bereitete mit seinem Aufschlag anschließend einen erfolgreichen Gegenangriff von Egor Bogachev vor, um dann noch ein Ass nachzulegen: 21:16, die Vorentscheidung.

Die fiel im zweiten Durchgang direkt zu Beginn: 10:2 führten komplett im Rausch spielende SWD powervolleys. Bis dahin hatten sie einige Bälle gespielt, die die Zuschauer von ihren Sitzen rissen. Beispielsweise den zum 10:2, als das gesamte Team mehrfach stark verteidigte und Gevert am Ende aus dem Hinterfeld kontrolliert einen Ball tief im Friedrichshafener Feld versenkte. Zum 20:8 blockte Brand. Die Hallte tobte, die Häfler wirkten ratlos.

Abschreiben darf man den VfB nie, auch nicht, wenn sie bis dato keinen Fuß auf den Boden bekommen hatten und im dritten Satz bereits 2:6 im Hintertreffen waren. Bogachev und Gevert hatten mit ihren Aufschlägen Schaden angerichtet. Dann schlug der VfB zurück, arbeitete sich mit guter Abwehr und cleveren Gegenangriffen zurück, führte sogar 11:10. „Wir konnten dann aber nochmal nachlegen“, fasste Tobias Brand zusammen, was folgte. Zunächst ein Block von Lukas Maase zum 17:15, dann ein Bogachev-Gegenangriff zum 20:17. Diesen Vorsprung spielten starke SWD powervolleys ins Ziel.

Darauf können wir aufbauen“, sagte Brand. „Unser Ziel ist es, uns jetzt immer weiter zu steigern und am Ende in den Playoffs stark zu sein. Andrei sprach von ersten Früchten, die die Mannschaft nach vielen konstruktiven Gespräche nach den starken Leistungsschwankungen zuletzt ernten konnte.

Düren bleibt in der Tabelle auf Platz sieben, Rang vier ist aktuell nur zwei Punkte entfernt.

Japan beim CHIO Aachen

Yabusame und Taiko Drums, Manga und Olympische Spiele

Atemberaubende Landschaften, eine reiche Tradition, Hochgeschwindigkeitszüge, Tempel und Popkultur: Japan hat viele Facetten. Ganz viel davon wird beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2020, zu erleben sein – insbesondere bei der Eröffnungsfeier am Abend des 2. Juni 2020.

Im Mittelpunkt stehen natürlich die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. „Olympia wird ein bestimmendes Element der Eröffnungsfeier sein – fröhlich, bunt, sportlich“, so der Vorstandsvorsitzende des ausrichtenden Aachen-Laurensberger Rennvereins e.V. (ALRV), Frank Kemperman.

Aus Japan werden unter anderem eine 130-köpfige Marching Band sowie berittene Bogenschützen erwartet. Die Bogenschützen – „Yabusame“ – schicken eine traditionelle Gruppe ebenso wie eine moderne „Ladies Group“. Freuen dürfen sich die Besucher auf ganz viel Musik, unter anderem auf die „Taiko Drums“, aber auch auf die traditionelle japanische Laute, die „Shamise“. Japanische Traditionen werden eine große Rolle spielen, die spektakuläre Kirschblüte wird dargestellt werden, ebenso wie japanische Popkultur mit Manga und Cosplay.

Japan wird auch im CHIO-Village mit einem eigenen Bereich sehr präsent sein, unter anderem präsentieren die Gäste aus Fernost die traditionelle Teezeremonie und eine Kimono-Ausstellung. Tickets für das Eröffnungsspektakel (2. Juni 2020, 20 Uhr) gibt es online oder aber an der Ticket-Hotline: (0241) 917-1111.

#chioaachen

So war's bei der Eröffnungsfeier 2019.. Foto: CHIO Aachen/ Arnd Bronkhorst


SWD powervolleys Düren: Enttäuschung in Bühl

Mit einer schmerzhaften Niederlage im Gepäck sind die SWD powervolleys Düren von ihrer Auswärtsaufgabe gegen die Volleyball Bisons Bühl zurückgekehrt. 2:3 unterlag Düren in der Volleyball Bundesliga im Schwarzwald, 17:25, 23:25, 25:18, 25:19, 9:15 lauteten die Satzergebnisse am Samstagabend. „Wir hinken im Moment in der Bundesliga hinter unseren Erwartungen her“, sagte Trainer Stefan Falter nach der sechsten Niederlage im zehnten Spiel. „Von unserem Ziel, wenigstens Platz vier zu erreichen und damit im Viertelfinale Heimrecht zu haben, brauchen wir erst mal nicht mehr zu reden.“ Düren rangiert auf Platz sieben.

Zwei generelle Probleme benannte Falter als Ursache für die Niederlage. Zum einen die Verletzten-Situation. Neben den Langzeitverletzten Michael Andrei und Niklas Seppänen fiel kurzfristig auch der zuletzt so starke Egor Bogachev aus, der sich beim Aufwärmen eine Blockade im Rücken eingehandelt hatte. „Das alleine kann ich aber nicht gelten lassen. Uns fehlt in vielen Spielen die nötige Fokussierung. Offenbar empfinden wir Siege gegen Teams, von denen wir denken, dass wir sie schlagen sollten, als nicht so belohnend“, kritisiert Falter. „Da müssen wir ernsthafte Gespräche führen.“

Die Konsequenz in den ersten beiden Sätzen: Die Mannschaft setzte die zuvor besprochenen taktischen Maßgaben zu selten um. Beispielsweise wurde mit dem eigenen Aufschlag nicht immer das besprochene Ziel angespielt, im Angriff wählten die Spieler häufiger andere Schlagrichtungen und Varianten. Das nutzte Bühl vor allem in Satz eins aus, führte von Anfang an deutlich, während die SWD powervolleys nicht in die Partie fanden. Durchgang zwei startete ähnlich schlecht, allerdings arbeitete sich Düren zurück ins Spiel, am Satzende entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. „Aber dann belohnen wir uns nicht dafür, sondern scheitern im Angriff an einem Ein-Mann-Block und verlieren so den Satz“, schilderte Falter.

Anschließend lief es besser, die SWD powervolleys arbeiten sich über den Aufschlag in die Partie, auch die Angriffe saßen jetzt. Überhaupt war Düren im Element Angriff an diesem Abend besser, in den Sätzen drei und vier sogar erdrückend dominant. Geholfen hat das am Ende aber nicht viel. Denn Bühl war in zwei anderen Bereichen deutlich effektiver: Aufschlag und Block. Die Gastgeber fuhren ihre Risikobereitschaft im Tiebreak deutlich nach oben und wurden dafür belohnt. Auf das druckvolle Service hatten die Gäste zu Beginn keine gute Antwort, Bühl führte 6:1 und die SWD powervolleys kamen nicht mehr zurück.

„Es hilft uns nicht, der Meinung zu sein, dass wir die Favoriten in der Bundesliga schlagen können, wenn wir dann gegen Teams, die nicht zu den Favoriten zählen, nicht abliefern. Ich dachte, dass wir dieses Muster überwunden hätten. Offenbar ist das nicht der Fall“, sagte Falter.

Quelle : PressestelleSWD Powervolleys Düren 

1. FC Düren - 2. Nachwuchscup - Sporthalle Burgau Gymnasium

Sich einmal mit Kickern messen, die ihre Schuhe bei Klubs mit ganz großen Namen schnüren. Davon dürfen die F- und E-Junioren beim Dürener Nachwuchscup träumen. Wieder einmal präsentieren sich dabei die Junioren diverser Profi- und Jugendleistungsklubs. So zum Beispiel der 1. FC Köln, Bayer Leverkusen oder VfL Bochum, die sich am Samstag, 25. Januar, in der Festhalle Birkesdorf die Ehre geben.

Schon diesen Samstag, 14. Dezember, haben hiesige Teams in der Halle des Burgau-Gymnasiums, Karl-Arnold-Straße, die Chance, sich für die Endrunde zu qualifizieren. Im F-Jugend-Turnier (ab 9 Uhr) kämpfen die Sportfreunde Düren, der SC Merzenich, die SG Titzer Land, Rhenania Mariaweiler und die U 8 des Ausrichters 1. FC Düren in der einen sowie Viktoria Birkesdorf, der SV Niederzier, der BSV Gey, der FC Golzheim und der TuS Schmidt in der anderen Gruppe um den Einzug in das Hauptturnier. Bei der E-Jugend (ab 14.45 Uhr) rechnen sich in der einen Gruppe der SV Niederzier, der FC Golzheim, Düren 77, die SG Heideland und die U 10 des FCD Chancen aus – in der anderen sind es die SG Schwarz-Weiß Düren/Alemannia Lendersdorf, die Sportfreunde Düren, die SG Titzer Land, Rhenania Mariaweiler und die SG Neffeltal.

Quelle Pressestelle Kevin Teichmann

Die Aachen Youngstars: Kristallkugel für den Pferdesport

Springreiter küren Hallenchampions

Die Aachen Youngstars sind für den Pferdesport eine echte Kristallkugel – denn hier gelingt er, der Blick in die Zukunft des Spring- und Dressursports. Die erfolgreichsten Nachwuchsreiter starteten an diesem und dem vergangenen Wochenende in der Albert-Vahle-Halle auf dem berühmten CHIO Aachen-Gelände.

„Das Niveau ist überragend gut“, sagt Turnierleiter Frank Kemperman. Kemperman ist Vorstandsvorsitzender des ausrichtenden Aachen-Laurensberger Rennvereins e.V. (ALRV), der auch den traditionsreichen CHIO Aachen organisiert. Er weiß folglich, wovon er redet, denn vielen der Nachwuchsreiter, die einst bei den Youngstars starteten, ist der Sprung in den großen Sport und in die Stadien des CHIO Aachen geglückt: Marcus Ehning, Simone Blum, Laura Klaphake und Christian Ahlmann sind nur einige von ihnen.
Seit Jahren baut der ALRV sein Engagement für den Nachwuchs kontinuierlich aus. Die „Aachen Jumping Youngstars – Salut Festival“ werden seit mehr als einem Vierteljahrhundert ausgerichtet, seit drei Jahren sind nun auch die Dressurreiter dabei. Auch als Ausrichter von Deutschen Jugendmeisterschaften ist der ALRV in der jüngeren Vergangenheit aufgetreten, zudem wird den besten Nachwuchsreitern über die U25-Tour die Möglichkeit gegeben, frühzeitig CHIO-Luft zu atmen. Aber auch darüber hinaus ist der ALRV aktiv, stellt beispielsweise viele der Nachwuchsreiter auf seinen Social Media-Plattformen vor oder gibt ganz praktische Hilfe – wie am Samstagnachmittag mit dem „Allianz-Talk“, bei dem es für die jungen Reiter einiges zu lernen gab. „Die jungen Leute sind unsere Zukunft“, sagt Frank Kemperman, der versprach: „Wir werden unser Engagement für den Nachwuchs noch weiter ausbauen.“

Dieser zeigt sich am Sonntag in großartiger Form. Allen voran Mylen Kruse, Siegerin im "Großen Preis der Aachener Bank e.G.", im Sattel von "Chaccmo": Die 20-jährige Junge Reiterin aus Norddeutschland war im Stechen fast 1,5 Sekunden flotter als die zweitplatzierte Zoe Osterhoff. Mylen hatte aber auch reichlich Zeit zum Üben, es war bereits ihr sechster Start beim „Aachen Jumping Youngstars – Salut Festival“. Und wenn es nach ihr geht, erst der Beginn einer langen Aachen-Karriere: „Klar träumt man vom CHIO, ich war natürlich auch schon drüben im großen Stadion und habe mir vorgestellt, wie es sich wohl anfühlt, über den Rasen zu galoppieren.“ Wenn sie wieder zuhause ist kann sie mal nachfragen bei einer, die es weiß: Mylen Kruse arbeitet als Bereiterin bei Janne-Friederike Meyer-Zimmermann, Siegerin im Rolex Grand Prix beim CHIO Aachen im Jahr 2011. Mit ihrem Sieg im "Großen Preis der Aachener Bank eG" wurde Mylen gleichzeitig auch Hallenchampionesse – also beste Reiterin über den gesamten Turnierzeitraum.
Auf ganz spezielle Weise bereitete sich Alina Sparwel auf den Höhepunkt am Jahresende vor: „Ich war auf Klassenfahrt“, schmunzelte sie nach ihrem Sieg im "STAWAG-Preis", dem Großen Preis der Junioren. Damit  reichte es für Alina auch zum Titel der Hallenchampionesse. Ebenfalls bis ins Stechen des "STAWAG-Preises" hatte es Malin Reipert geschafft. Für die Ratheimerin war es ein kleines Heimspiel, hatte sie doch eine der kürzesten Anreisen. Letztlich wurde sie im Sattel von Nikita Sechste.
Im „NetAachen-Preis“ der Ponyreiter setzte sich am Finaltag Louis-Fynn Tschischke durch. Nur er und Carlotta Terhörst hatten es in dem anspruchsvollen Parcours ins Stechen geschafft. Als Letztere einen Abwurf fabrizierte, war klar: Louis-Fynn hat bei seiner Aachen-Premiere gleich die wichtigste Prüfung gewonnen. Überragend. Hallen-Championesse der Ponyreiter wurde Lara Tönnissen, die Reiterin aus Lüdinghausen in Westfalen präsentierte sich über alle Turniertage am beständigsten.
Was bereits die Jüngsten zu leisten vermögen, demonstrierte am Vormittag Charlotte Stuppi. Die 13-jährige Springreiterin aus Käshofen in Rheinland-Pfalz siegte in der Altersklasse „Children“. Im Sattel ihres „Asterix“ zeigte sie eine bärenstarke Leistung im „Preis der Familie Ercken“, gewann somit alle drei Wertungsprüfungen und wurde am Ende natürlich völlig verdient auch Hallenchampionesse.

Alle Infos: www.aachenyoungstars.de
#aachenyoungstars

Jens Ulrich Meyer, Vorstand der Aachener Bank eG und ALRV-Präsident Carl Meulenbergh (rechts) gratulieren der Siegerin. Foto: Aachen Youngstars/ Alexander Marx.