CHIO Aachen



CHIO Aachen 2023: David Will zum Zweiten im STAWAG-Preis  

Unglaublich! Schon wieder ein Start-Ziel-Sieg für David Will beim CHIO Aachen 2023, diesmal mit Zaccorado Blue im STAWAG-Preis.

Als David Will und der zehnjährige Holsteiner Wallach Zaccorado Blue v. VDL Zirocco Blue strafpunktfrei ins Ziel des 1,50 Meter-Zeitspringens um den STAWAG-Preis schossen, zeigte die Uhr 59,72 Sekunden an. Das war die Hausnummer, an der sich danach 34 Konkurrenten die Zähne ausbissen. Und zwar egal, ob mit oder ohne Abwurf. Am dichtesten dran, aber immer noch eine gute Sekunde langsamer, waren Hans-Dieter Dreher und sein Selle Français-Wallach Vestmalle des Cotis. Die beiden kamen nach 60,88 Sekunden ins Ziel. Rang drei sicherte sich Kolumbiens Roberto Teran Tafur im Sattel der irischen Stute Wakita, mit der er am Vortag bereits Dritter im Preis der StädteRegion Aachen gewesen war. Heute benötigten sie 62,22 Sekunden.

Zwei Springen, zwei Start-Ziel-Siege – wie geht das? David Will: „Naja, als erster Starter weiß man noch nicht, was kommt, also muss man volles Risiko gehen.“ Alles riskiert, alles gewonnen. Auf den zehnjährigen Zaccorado Blue hält Will große Stücke: „Ich habe ihn seit etwa zwei Jahren. Er ist eines meiner besten Pferde. Aber ich glaube, er ist immer noch nicht ganz da angekommen, wo er eigentlich hinkann.“ Das seien perspektivisch Große Preise auf Fünf-Sterne-Niveau. „Das ist das Ziel für die zweite Hälfte der Saison“, so Will.

Sein eigenes Ziel sei morgen erst einmal der RWE Preis von Nordrhein-Westfalen mit My Prins van Dorperheide, der dann hoffentlich die Qualifikation für den Rolex Grand Prix am Sonntag mit sich bringt.


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Das Foto zeigt den Sieger David Will gemeinsam mit den STAWAG-Vorständen Dr. Christian Becker und Wilfried Ullrich sowie Dr. Thomas Förl. 

Fussball - 1. FC Düren -Pokalfinale in Köln

FC Düren Star Philipp Simon freut

sich aufs große Pokalfinale in Köln

AUTOR WILFRIED SIGI HORRMANN

„Es wird eine sehr schwere Aufgabe, aber wir sind gut vorbereitet, haben täglich trainiert und freuen uns alle riesig auf das das große Mittelrhein-Pokalfinale am Samstag in Köln-Höhenberg gegen den Drittligisten Viktoria Köln“, erklärte mir Philipp Simon (29) Topstürmer des 1. FC Düren…

Der sympathische, trickreiche und pfeilschnelle Spieler des FCD ist ein Mann der ersten Stunde beim 2017 gegründeten Regionalligisten, der vor drei Jahren schon einmal den Mittelrheinpokal gewann, und somit in die in der erste DFB-Pokal-Hauptrunde einzog und gleich dem Rekordmeister FC Bayern zugelost wurde. Simon führte damals als Kapitän das Dürener Team, das vom herausragenden Aufstiegs-Trainer Pepe Brunetto („Ich habe Pepe sehr viel zu verdanken“) gecoacht wurde, in die Münchner Allianz-Arena. Die Amateure verloren zwar mit 0:3, doch man lieferte den Bayern einen großen Kampf. Simon: „Es war ein tolles, einzigartiges Erlebnis“

Kein Wunder, dass die jetzt von Boris Schommers trainierten Dürener, denen der Verband wegen Mängel an der Westkampfbahn (vorerst) die Lizenz verweigerte, mit einem Sieg in Köln erneut in die erste DFB-Hauptrunde einziehen möchten. Doch auch Philipp Simon weiß, dass Drittligist Viktoria im eigenen Stadion natürlich klarer Favorit ist. Doch der echte „Dürener Jong“ aus Birgel, der als Jugendlicher schon beim FC Köln und Alemannia Aachen spielte und anschließend erfolgreich Sportmanagement studierte, sagt auch: „Im Pokal gibt es ja in jedem Jahr Überraschungen, vielleicht gelingt uns auch ja in Köln auch eine…“

Wie es für ihn in Düren weitergeht, weiß er zurzeit noch nicht ganz genau. „Mein Vertrag soll in Kürze verlängert werden, sobald wir wissen wie und wo es in welcher Klasse weitergeht.“

Eins steht fest: Den FC Düren ohne Philipp Simon kann sich nun wirklich kein Mensch vorstellen… Viel Glück in Köln!

BU Der Dürener Sportjournalist und Buchautor Wilfried Sigi Horrmann sprach vor dem Pokalhit mit Philipp Simon. FOTO: TOM HORRMAN

SWD Powervolleys Düren - weitere Neuverpflichtung für die Saison

SWD powervolleys Düren: Ein Regisseur aus der starken französischen Schule

Die Regie ist komplett beim Volleyball-Bundesligisten. Der Franzose Léo Meyer wechselt nach Düren und konkurriert damit mit CJ Gavlas (Kanada) um die Position des ersten Zuspielers. Meyer ist 26 Jahre alt, 1,97 Meter groß und wurde in der vergangenen Saison in Estland mit Selver TalTech Tallinn Meister. Er stammt aus Straßburg und hat zuvor in Frankreich schon für die Erstligisten Rennes und Nantes gespielt, sowie in der Schweiz für Genf.

Ich will zurück auf den Radar“, sagt der Zuspieler. Zuletzt in Tallinn habe er eine sportlich erfolgreiche Saison gehabt. Die Wahrnehmung in seiner Heimat war dabei allerdings nicht hoch. Dabei hat Meyer hohe Ziele. Er hat schon zum Kader der französischen Nationalmannschaft gehört und Einsätze gehabt, zuletzt im vergangenen Sommer. Das hat was zu bedeuten, schließlich ist Frankreich amtierender Olympiasieger. „Die Bundesliga ist eine attraktive Liga, in der ich zeigen will, was ich kann“, erklärt der Neuzugang, der bereits begonnen hat, seine eingeschlafenen Deutsch-Kenntnisse aus dem Schulunterricht aufzuwecken.

Außerdem kennt er die Bundesliga gut, „weil ich sehr viel Volleyball verfolge, um zu schauen, was andere Zuspieler machen“. So kennt er auch Düren, sowohl das Team aus der vergangenen Saison als auch die neue Mannschaft, die gerade im Aufbau ist. „Ich habe den Eindruck, dass wir großes Potenzial haben werden. Wir werden viele gute Angreifer auf dem Feld haben.“ Das freut den Spielmacher, der von sich selbst sagt, eine risikofreudige, aggressive Spielweise zu bevorzugen. Mit einem Lächeln auf den Lippen weißt er zudem darauf hin, dass er gerne seine Angreifer in Szene setzt. „Aber hin und wieder muss ich auch selbst mal angreifen.“ Das passe zu seiner emotionalen Art auf dem Spielfeld.

Sein Ziel mit Düren: „Ich will unbedingt wenigstens ein Finale spielen und die neue Herausforderung in Deutschland genießen.“ Die Verantwortlichen bei den SWD powervolleys freuen sich über die Neuverpflichtung, die Geschäftsführer Benjamin Kaulen als eine Art glücklichen Zufallsfund bezeichnet. „Er lief tatsächlich etwas unter dem Radar in Estland. Wir sind froh, dass wir auf ihn gestoßen sind. Er hat die starke französische Schule durchlaufen. Es gibt keinen Pass, den er nicht spielen kann. Das macht sein Spiel sehr variabel.“ Auch auf andere Art könnte Meyer wichtig sein für das Spiel des neuen Dürener Teams. Obwohl er für einen Zuspieler noch recht jung sei, trete er laut Kaulen selbstbewusst auf und habe das Zeug, ein Führungsspieler zu werden.


Der Kader 2023/24: Shohei Nose, Leo Bernsmann (Libero), Sebastian Gevert, Dimitrios Mouchlias, (Diagonal), Michael Andrei, Luuc Van der Ent, Petr Špulák (Mittelblock), Marcin Ernastowicz, Robin Baghdady (Außenangriff), CJ Gavlas, Léo Meyer (Zuspiel) Trainer Matti Alatalo