Fussball - Freitagabend im Sportpark Autoteile Reinartz -

Rund 150 Zuschauer sahen am Freitagabend zur besten Zeit das Derby zwischen TuS 08 Langerwehe und Germania Lich-Steinstraß.

Halbzeit torlos  - in der zweiten Spielhälfte fiel das einzige Tor in der 71. Minute durch eine Standardsituation für die Heimmannschaft.

Kai Theidig konnte den Ball versenken im gegnerischem Netz und der Jubel war gross. Bis zum Schlusspfiff blieb es damit und der Tabellenführer aus Langerwehe hat nun aus 4 Spielen 10 Punkte auf seinem Konto.

Mehr zu diesem Spiel bei uns unter den Rubriken "Facebook" oder "Youtube Kanal" onlineradio-dueren.de

 

gez. Redaktion - Thomas Dienst

Fussball - Aktuelles in der Region am Wochenende -

Der Mittelrheinligst 1. FC Düren erzielt am 3. Spieltag den ersten Punkt in der Liga. Auswärts in Frechen - mehr dazu der Sportdirektor Frank Rombey im Interview

Der Bezirksligist Huchem Stammeln konnte bereits im zweiten Heimspiel am 3. Spieltag den zweiten Heimerfolg einfahren. Ausführliche Reportage durch unser Team.

Gute Ergebnisse und Überraschungen in der Kreisklasse A sowie Bezirksliga Staffel 3  - Interviews mit Maik Wengorz - SV Kurdistan; Renardo Schiffer - SW Titz;

Georg Rothkranz - SC Ederen; Dirk Lehmann - Hambacher SV; Dirk Bachmann - Jugendsport Wenau; Sanjin Talic -- TuS 08 Langerwehe.

Bei uns im "Youtube Kanal" oder "Facebook Onlineradio-Dueren" am Montagnachmittag.

gez. Redaktion - Thomas Dienst

Handball Oberllga - Auftakt beim BTV nach 5 Jahren wieder -

Rund 350 Zuschauer sahen das Auftaktspiel in der Birkesdorfer Sporthalle gegen den Oberligisten HC Gelpe / Strombach. Zur Halbzeit stand es 13 : 13. Großartige Stimmung zur Halbzeit und die Fans sahen ein gutes Oberliga Spiel.

In der zweiten Spielhälfte konnte sich aber der erfahrene Oberligist aus Strombach in einigen Spielzügen absetzen und damit den Auswärtserfolg in Birkesdorf sichern. Am Ende stand es 25 : 28.

Nach Spielschluss war die Möglichkeit, erste Stimmen und Analysen der Akteure bei den Pressegesprächen zu bekommen.

Einfach unter der Rubrik "Youtube Kanal" oder "Facebook Onlineradio Düren" ab Montagnachmittag zu sehen.

gez. Redaktion - Thomas Dienst

SWD powervolleys Düren: Vorbereitungsturnier um den SWD Cup in Düren

Die zweite Phase der Saisonvorbereitung des Volleyball-Bundesligisten SWD powervolleys Düren hat
begonnen. Seit Ende August ist das Team komplett, alle zwölf Spieler trainieren gemeinsam. „Jetzt setzen
wir neue Schwerpunkte und Reize“, sagt Trainer Stefan Falter. Ein wichtiger Reiz ist das öffentliche
Vorbereitungsturnier um den Cup der Stadtwerke Düren (SWD Cup) am Sonntag, 16. September, in der
Arena Kreis Düren. Neben den SWD powervolleys vergleichen auch Draisma Dynamo Apeldoorn und
Achterhoek Orion Volleybal Doetinchem (Niederlande) sowie der VBC Waremme (Belgien) ihren
Leistungsstand.
Am 16. September ab 11 Uhr haben die Dürener Fans somit erstmals die Gelegenheit, ein Blick auf das neu
formierte Dürener Team zu werfen. Sieben der zwölf Spieler sind neu in Düren, dazu kommen mit Tomas
Kocian und Sebastian Gevert zwei Rückkehrer. Der Eintritt zum Turnier ist frei. Jedes Team soll zwei Spiele
bestreiten, die jeweils über zwei Gewinnsätze ausgetragen werden.
Die neue Vorbereitungsphase eingeläutet haben Dürens Volleyballer schon am Montag. Nach einem Training
am Vormittag ist das Team nach Warendorf gereist, um die Woche über in der Sportschule der Bundeswehr
zu trainieren. „Bisher haben wir vorwiegend individuell gearbeitet und nicht mit maximaler Belastung. Das
ändert sich jetzt. Wir werden in Warendorf auf volle Belastung gehen. Die Mannschaft soll merken, dass es
jetzt intensiver wird“, erklärt Falter den Sinn des Trainingslagers. Zudem beginne jetzt die Phase, in der das
Zusammenspiel als Mannschaft in den Mittelpunkt rückt.
„Die Eindrücke aus dem Training im ersten Monat sind äußerst positiv, die Stimmung ist gut“, schildert
Falter. „Jetzt kommen die Wochen, in denen man sehen kann, wo die Stärken und Schwächen der Spieler
sind und wie wir als Mannschaft spielen wollen. Dafür ist das Vorbereitungsturnier am 16. September
natürlich ein guter Gradmesser.“

Quelle: Pressestelle SWD Powervolleys Düren

der 1. FC Düren verpflichtet Doğukan Türkmen kurz bevor das Transferfenster schließt.

 1. FC Düren ist eine Last-Minute-Verpflichtung gelungen. Doğukan Türkmen heißt der Neuzugang, durch den der Kader auf 24 Spieler erweitert wird. Türkmen spielte zuletzt für die A-Junioren von Alemannia Aachen, die den Aufstieg in die Junioren-Bundesliga – auch dank 13 Treffern und sechs Assists von Türkmen – packten. Zuvor schnürte der Baesweiler die Fußballschuhe für Borussia Mönchengladbach, Germania Dürwiß und den SC Setterich.

Doğukan Türkmen sagt über die neue Aufgabe beim FCD: „Mir hat das Projekt hier sehr gut gefallen. Ich freue mich, dass ich dabei sein darf.“

Sportdirektor Frank Rombey erklärt die Verpflichtung: „Wir haben Doğukan Türkmen im Training beobachtet. Er hat einen sehr guten Eindruck hinterlassen und ist ein Offensivspieler, der relativ flexibel einsetzbar ist. Ein klarer Perspektivspieler, der in das Kadergefüge passt.

Quelle: Pressestelle 1. FC Düren - Teichmann

 

„Running for Kids“sammelt im August 2018: 34.340 Euro Spendengeld

Mit Riesenschritten steuert Peter Borsdorff mit seiner 1995 ins Leben gerufenen Aktion „Running for Kids“ der 2 Mio-Spendensumme entgegen. Aktueller Stand: 1.993.200 Euro.

So war der Ausdauersportler des Dürener Turnverein auch im August wieder „laufend“ für Kinder in der Region unterwegs gewesen.

Vor, sowie im Rahmen des Monschau-Marathonlaufes hatte der Sportler für ein Geschwisterpaar Spenden gesammelt. Die beiden hatten in unter tragischen Umständen ihre Eltern verloren. Um für die Zeit nach dem angestrebten Abitur den finanziellen Hintergrund für Studium und Ausbildung zu schaffen konnten jeweils 8.000 Euro auf Sparkonten festgelegt werden.

Beim Straßenlauf in Eschweiler-Dürwiß konnte Borsdorff für drei kleine Kinder, deren Vater wenige Tage zuvor beim Umbau des Hauses an einem Herzinfarkt gestorben war Spendengeld bereitstellen. Das Geld in Höhe von 10.000 Euro nahm der Kollege des Verstorbenen entgegen, der Peter Borsdorff um Unterstützung für die Kinder gebeten hatte. Anschl. überbrachte er das Geld der Mutter.

Dem Verein KoKoBe Nordeifel, der sich um Menschen mit Handicap und Problemen kümmert, stellte der Dürener 2.500 Euro für ein besonderes Projekt zur Verfügung.

Damit zwei Kinder mit besonderen Handicaps mobil werden können, wird für ein Auto gespart. Die Eltern durften sich über 2.000 Euro freuen

Jeweils 750 Euro hatte der 75-Jährige für zwei Kindergärten in Eschweiler, eine Kindertagesstätte in Jülich-Broich und die Jugendheimgruppe der Arbeiterwohlfahrt in Düren gesammelt.

Für die Wiederinbetriebnahme eines defekten Treppenliftes konnte „Running for Kids“ 500 Euro bereitstellen. Nun kann der 13-Jährige wieder ohne Vaters Hilfe im Haus mobil sein.

Mit 340 Euro „Annakirmesgeld“ konnte Borsdorff fünf Kindern aus einem Dürener Stadtteil ein Kirmesvergnügen bescheren.

Quelle: Pressestelle Peter Borsdorff

1. FC Düren - mehrere Ehrenamtler verlassen den Verein

Der 1. FC Düren bedauert das Ausscheiden von sechs verdienten Ehrenamtlern. Es gab generell unterschiedliche Auffassungen zwischen Senioren-Abteilung und Präsidium hinsichtlich der Einstellung eines Sportdirektors beziehungsweise dessen Kompetenzen.

Nach offenem und gutem Austausch gab es am Mittwochabend eine klare und einstimmige Präsidiumsentscheidung in diesem Zusammenhang. Karsten Schümann, Sandra Röwekamp, Luc Schoenmakers, Gerd Gretza, Eddy Bander und Markus Spanka – allesamt Mitglieder des Abteilungsvorstands Senioren – zogen daraufhin ihre Konsequenzen aus der Entscheidung und verkündeten nun ihren Rücktritt.

Der 1. FC Düren bedauert dies ausdrücklich und zeigt Verständnis für das Handeln der sechs verdienten Ehrenamtler, denen großer Dank für ihren Einsatz für den Verein gilt. Sie haben den FCD mit auf einen erfolgsversprechenden Weg gebracht. Privat wie sportlich wünscht der Klub ihnen alles erdenklich Gute.

Weiterhin ist der 1. FC Düren voll handlungsfähig. Udo Markgraf und sein Stellvertreter Wim Vranken haben die Abteilungsleitung kommissarisch übernommen.

Quelle : Pressestelle Kevin Teichmann

SWD powervolleys Düren: 12 Wochen Saisonvorbereitung

Die erste Team-Maßnahme war laut und bunt: Die neue Mannschaft des Volleyball-Bundesligisten SWD
powervolleys Düren hat die Annakirmes besucht, eines der größten Volksfeste im Rheinland. Seit Mittwoch
fliegen die Volleybälle wieder: Trainer Stefan Falter hat zur ersten Trainingseinheit der Saison 2018/19
gebeten. Zu Beginn fehlten allerdings noch sechs Spieler: Michael Andrei, Rückkehrer Tomas Kocian, die
drei kanadischen Neuzugänge Irvan Brar, Lucas Coleman und Jordan Or sowie der Lette Romans Sauss
stoßen in den kommenden Tagen und Wochen zum Team. Am 24. August ist die Mannschaft dann komplett.
„Wir haben das Team damit recht frühzeitig zusammen. Das gibt uns die Chance, schon vor der Saison viel
an unserer neuen Spielweise zu arbeiten“, sagt Falter. Wie genau die aussehen wird, soll sich im Training
zeigen, wenn das Zusammenkommen der Stärken der Spieler ein Ganzes ergibt. Knapp zwölf Wochen Zeit
bleiben, bis die Saison für die SWD powervolleys beginnt. Das Team ist zum Bundesligastart spielfrei und
startet dann am 18. Oktober mit einem Auswärtsspiel gegen den Meister Berlin Recycling Volleys in die
Saison. „Da freue ich mich jetzt schon drauf“, sagt der französische Neuzugang Florian Lacassie. „Wir
starten in einer riesigen Disco vor einem großen Publikum“, spielt er auf die größte Halle der Bundesliga an,
die Berliner Schmeling-Halle.
Spielmacher Daniel Ford (USA) ist schon seit einer Woche in Düren. „Ich habe die Zeit bisher sehr
genossen“, sagt er und erzählt von Schwimmbadbesuchen bei Sonnenschein. Darauf, dass die Freizeit jetzt
weniger wird, freut er sich genau so. „Ich bin nach Deutschland gewechselt, weil die Liga hier sehr stark ist.
Das sieht man schon daran, dass wir in unserem Team eine ganze Reihe international erfahrener Spieler
haben.“
Dazu gehören die beiden Jüngsten nicht. Lukas Maase (19) und Rudy Schneider (17) sind nach Düren
gewechselt, weil sie die Bundesliga kennenlernen und möglichst viel Spielpraxis sammeln wollen. „Ich freue
mich auf eine geile Saison“, sagt Maase, der gespannt erwartet, was ihn in seiner ersten Saisonvorbereitung
als Vollprofi erwartet. Genau wie Schneider hat er sich vorgenommen, von den erfahrenen Spielern zu
lernen, gleichzeitig aber auch den Konkurrenzkampf in der Mannschaft zu beleben.
„Jetzt gilt es, aus den Spielern ein Team zu formen. Wenn uns das gelungen ist und wir unsere Stärken und
Schwächen genau kennen, dann können wir uns über Saisonziele unterhalten“, sagt der sportliche Leiter
Goswin Caro, der davon ausgeht, dass sich der Trend der vergangenen Jahre fortsetzt: Die Bundesliga wird
immer stärker. Vorsichtig optimistisch gibt sich das Dürener Volleyball-Urgestein trotzdem: „Ich glaube, wir
haben da eine gute Mischung zusammengestellt.“ Eckpunkte der Vorbereitung werden ein Trainingslager in
Warendorf Anfang September sowie ein Kurz-Turnier mit drei Gegner in der Arena Kreis Düren am 16.
September sein. Mehr Informationen dazu folgen zeitnah.

Quelle : Pressestelle SWD Powervolleys Düren

„Running for Kids“ im Juli 2018: 29.671 Euro Spendengeld

Auch nach dem 20. Peter & Paul-Benefizlauf gab es weiterhin viel zu tun - Peter Borsdorff war viel unterwegs und konnte helfen.
Für einen 11-jährigen Jungen, bei dem die Leukämieerkrankung erneut ausgebrochen war stellte er zur Sicherstellung einer bestmöglichen Betreuung nochmals 7500 Euro zur Verfügung.
Für ein späterblindetes Mädchen stellte „Running for Kids“ bei ihren großen Schritt in die Berufswelt 7000 Euro bereit.

Einundzwanzig Kinder unterstützte Peter Borsdorff (75) mit 3.324 Euro für einen „schönen Ferientag“.
Für ein an den Rollstuhl gefesseltes Mädchen konnte die Sportlerinitiative 2500 Euro zur rollstuhlgerechten Ausstattung des Zimmers beisteuern
Für ein Kleinkind aus dem Kinderheim St. Josef in Düren konnte der Läufer die Kosten für einen Therapiehelm mit 1900 Euro übernehmen. Für den Sportler, der in zwei ähnlichen Fällen bereits erfolgreich helfen konnte, völlig unverständlich, dass die Krankenkasse diese Kosten nicht übernehmen wollte.
Damit im Frühjahr 2019 viele Kinder beim Dürener Karnevalszug mitgehen und mit Wurfmaterial ausgestattet können, stellte „Running for Kids“ dem Verein Dürener Kinderkarnevalszug 1.519 Euro im Rahmen eines Benefizkonzertes zur Verfügung.

Für einundzwanzig Kinder gab es von Peter Borsdorff 1.428 Euro „Annakirmesmäuse“.

Bevor die Schulen wieder beginnen benötigt das Freiwilligenzentrum verstärkt Unterstützung für die Aktion „Dürener Ranzen“. Hier half „Running for Kids“ mit 1.250 Euro.

Mit jeweils 1.000 Euro konnten ein besonders begabter Schüler sowie die Kindertagesstätte „Schlingeltreff“ in Düren-Echtz unterstützt werden.

Beim 30. Birkesdorfer 3-Brückenlauf lief Peter Borsdorff für den Förderverein der Kinderklinik am St. Marien-Hospital. Anschl. konnte der Oberarzt 750 Euro erfreut entgegennehmen.

Rechtzeitig zum Kirmesbeginn konnten sich Kinder aus dem Kinderheim St. Josef über 500 Euro Annakirmesmäuse freuen.

Quelle : Pressestelle Peter Borsdorff - Merzenich

 

 

Marcus Ehning siegt im Rolex Grand Prix: “Das bleibt für immer!”

Was Marcus Ehning heute im Rolex Grand Prix beim CHIO Aachen 2018 gezeigt hat, war nicht nur der Ritt zum Sieg. Es war eine Demonstration schönen Springreitens, Werbung für den Pferdesport und ein bisschen auch der Verdienst des „besten Publikums der Welt“, wie Ehning die Aachener bezeichnet.

Unter den 40 Paaren auf der Starterliste für den Rolex Grand Prix 2018 waren elf deutsche. Drei schafften es in den zweiten Umlauf: das Rolex Grand Prix-Siegerpaar 2016, Philipp Weishaupt und L.B. Convall, sowie die Nationenpreishelden Marcus Ehning mit Pret a Tout und Maurice Tebbel auf Chacco’s Son. Marcus Ehning musste als erster ran und lieferte schon hier einen fehlerfreien Ritt fürs Lehrbuch. Philipp Weishaupt und Convall hatten einen ärgerlichen Fehler gleich im ersten Drittel des Parcours. Maurice Tebbel und Chacco’s Son hatten einen perfekten Lauf und sahen schon wie das sechste Paar fürs Stechen aus. Doch am letzten Sprung traf Tebbel die falsche Entscheidung, analysierte Bundestrainer Otto Becker anschließend. Sein Hengst kam etwas zu dicht ans Hindernis, die Stange fiel. Aus der Rolex-Traum.

Das Stechen

Da waren es nur noch fünf im Stechen. Außer Ehning, dessen bislang einziger Sieg im Großen Preis von Aachen zwölf Jahre her ist, noch der Ire Darragh Kenny auf Babalou, der Brasilianer Pedro Veniss auf Quabri de L’Isle, der Schweizer Olympiasieger Steve Guerdat mit Bianca und die Vorjahres-Zweite Luciana Diniz auf ihrer Superstute Fit For Fun. Darragh Kennys Oldenburger Balou du Rouet-Tochter Babalou hatte ihren Reiter im zweiten Umlauf an der zweifachen Kombination gerettet, als der sich beim Anreiten verschätzt hatte und die Stute anscheinend 1000 Beine bekam, um sich über die Sprünge zu retten. Sie schaffte es. Aber im Stechen schien sie die Kraft verlassen zu haben: drei Abwürfe.
Pedro Veniss und Quabri de L’Isle waren nach ihrem Sieg im Rolex Major von Genf 2016 als Anwärter auf den Rolex Grand Slam zum CHIO Aachen 2017 gereist. Sie konnten aber im Grand Prix nicht antreten, weil der Hengst sich während des Turniers verletzt hatte. Jetzt standen sie im Stechen und hatten die Chance, den Grand Slam erneut in Angriff zu nehmen. Das gelang: fehlerfrei in 41,62 Sekunden. Eine Zeit, die zu schlagen sein würde? Die Antwort gaben rund eine Minute später Marcus Ehning und Pret a Tout.
Die beiden wurden mit frenetischem Applaus im Stadion begrüßt. Rhythmisch klatschend begleiteten die Aachener den Publikumsliebling an den Start. Womöglich hatte das einen Anteil am späteren Erfolg, denn Pret a Tout liebt die Aufmerksamkeit, verriet Marcus Ehning später: „Wenn er in den Parcours reinkommt und hört das Publikum, ist das ein Ansporn für ihn.“ Es hat gewirkt. Wie an der Schnur gezogen cruisten Ehning und der 15-jährige Selle Français-Wallach Pret a Tout über den Stechparcours – eben Ehning-Style: Unaufgeregt, einfach zügiges Galoppieren auf den kürzesten Wegen. Bei 38,34 Sekunden stoppte die Uhr. Aber noch war nichts entschieden.
Olympiasieger Steve Guerdat ist schließlich nicht gerade bekannt dafür, auf Sicherheit zu reiten. Und mit seiner schwedischen Balou du Rouet-Tochter Bianca hat er ein grundschnelles Pferd unter dem Sattel. Doch schon am dritten Oxer bekam die Stute eine Stange zwischen die Beine.
Dann Luciana Diniz und Fit For Fun. Es gehört zum Ritual der beiden, dass sie im Schritt am hingegebenen Zügel zum Start reiten. Ein letzter Moment der Stille, der Konzentration. Im vergangenen Jahr waren sie schon Zweite. Nun wollten sie es wissen. Sie wussten, was zu tun war. Luciana Diniz: „Ich habe Marcus reiten sehen und mir vorgenommen, so mache ich es auch.“ Das klappte bedingt. Die Stangen blieben liegen. Aber an die Zeit von Pret a Tout kam Diniz‘ kleines Springwunder heute nicht heran: 40,96 Sekunden. Diniz trug es mit Fassung: „Ich bin sehr glücklich über Platz zwei. Und es gibt mir Motivation, es weiter zu versuchen.“

Ein Sieg für die Ewigkeit

Und Marcus Ehning? Der hat nun seinen Kindeskindern etwas zu erzählen: „Das ist eine Sache, die für immer bleibt!“ Ansonsten ist er eben ein echter Horseman: „Mein Dank gilt in erster Linie meinem Pferd. Er hat einen unglaublich guten Charakter und kennt seinen Job!“ Üblicherweise bedanken die erfolgreichen Sportler sich dann auch noch beim Sponsor, dank dem Marcus Ehning heute 330.000 Euro mit nach Hause nimmt. Er tat das auch, gab aber zu: „Da bin ich zwiegespalten. Auf der einen Seite bin ich Rolex sehr dankbar, dass sie das hier ermöglichen. Auf der anderen Seite fallen die Stangen an den Rolex-Hindernissen einfach viel zu leicht!“ Das nächste Mal kann er sein Glück an den grün-gelben Sprüngen versuchen, wenn er Ende September in Spruce Meadows als Anwärter im „Rolex Grand Slam of Show Jumping“ an den Start gehen sollte. Das hatte er eigentlich gar nicht geplant gehabt. Nun muss umdisponiert werden. Aber das hat Zeit. Jetzt wird erst mal dieser Erfolg genossen nach einem CHIO Aachen mit insgesamt 362.000 Zuschauern und fantastischem Sport.

Unter den 40.000, die sich heute mit Marcus Ehning gefreut haben, war einer, der besonders mitgefiebert hat: Bundestrainer Otto Becker. „Ich gönne es Marcus! Er ist unheimlich wichtig fürs Team und war Donnerstag ein wichtiger Baustein“, spielte er auf den Sieg im Mercedes-Benz Nationenpreis an (dem dritten in Folge, jedesmal mit Marcus Ehning und Pret a Tout in der Mannschaft). „Außerdem macht er das mit dem Management der Pferde vom Allerfeinsten!“
Es soll ja Leute gegeben haben, die vor Aachen von einer Krise des deutschen Springsports gesprochen haben. Otto Becker: „Die Krise kann weitergehen!“ Zum Beispiel in Spruce Meadows beim nächsten Major des Jahres.

Quelle 

Pressestelle ALRV - Aachen